Pflegealltag

Pflege ist eine körpernahe Arbeit.

Hilfe beim Waschen, Duschen oder Toilettengang gehört ebenso dazu wie Medikamente verabreichen, Verbände wechseln oder Essen anreichen. Pflege umfasst auch die einfühlsame Begleitung der Betroffenen und ihrer Angehörigen, sich um die alltäglichen Sorgen und Nöte eines Menschen zu kümmern, das gemeinsame Lachen über die schönen Seiten des Lebens, auch da zu sein, wenn das Lebensende naht.

Die Fachkräfte planen die Pflege, sie führen sie durch und dokumentieren die einzelnen Schritte und Verrichtungen. Letzteres geschieht immer häufiger mit spezieller Software am Computer.

Da die Krankenhäuser die Menschen immer früher wieder in ihre gewohnte Umgebung entlassen, verlagern sich auch komplexere Pflegesituationen in die Pflegeheime und Privatwohnungen. Kenntnisse über die Bedienung technischer Geräte zur Beatmung oder über die Versorgung von Wunden gehören in der Altenpflege mittlerweile zum Alltag.

Pflege ist immer Teamarbeit.

Altenpflegerinnen und Altenpfleger arbeiten eng mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammen, aber auch mit Ärztinnen und Ärzten und anderen Berufsgruppen, beispielsweise aus der Physiotherapie, Diätassistenz oder Sozialarbeit. Gemeinsam wird ausgearbeitet, wie der Lebensalltag älterer Menschen so gesundheitsfördernd und angenehm wie möglich gestaltet werden kann. Das reicht von der Entscheidung über spezielle Bewegungsübungen bis hin zur Verabreichung von Medikamenten im Rahmen einer Schmerztherapie. Es umfasst die Beratung zur Beantragung von Hilfsmitteln oder Pflegegeld ebenso wie die Anleitung von Familienangehörigen oder ehrenamtlich Tätigen, die in die Betreuung eingebunden sind.

Der Altenpflegeberuf hat einen vielseitigen und abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Der Umgang mit Menschen wird fast immer als sinnvoll und persönlich bereichernd wahr­genommen.

Ohne Zweifel gibt es aber auch Belastungen im Berufsalltag der Pflegefachkräfte. Die Arbeit ist körperlich zuweilen anstrengend, die ständige Konfrontation mit der Vergänglichkeit des Lebens nicht immer leicht.

Nähe aufbauen und Grenzen setzen, beides ist in diesem Beruf wichtig.

„Für meine heutige Tätigkeit als Geschäftsführer der Senioren-Domizile ist es von großem Vorteil, dass ich eine Ausbildung zum Altenpfleger gemacht habe. Dadurch kann ich den Alltag unserer Bewohner und Mitarbeiter gut nachvollziehen.“

Thorsten Hecht, Geschäftsführer